VW Draisine

Eine Besonderheit – unser VW-Bully auf Schienen

Draisine Klv 20 – 5022
Hersteller WMD Donauwörth

VW Draisine
Die Draisine Klv 20-5022 unterwegs zwischen Elgershausen und Hoof.
Baujahr 1955
Leistung 24 PS (3100 U/min)
Hubraum 1200 cm3
Höchstgeschwindigkeit 65 km/h
Leergewicht 1,5 t
Zuladung 0,8 t
Fahrgestell Nr. 1932
Motor Nr. 122-056476

Draisinen wurden früher von vielen Bahnverwaltungen als leichte Dienstfahrzeuge beschafft. Sie dienten den Eisenbahnern zur Kontrolle der Gleise und Signalanlagen. Die ersten Draisinen waren von Muskelkraft getriebene Schienenfahrräder, die bei Bedarf aus dem Gleis gehoben werden konnten. Später kam ein Motorantrieb und ein einfacher Wetterschutz hinzu.

Unsere Draisine stammt aus einer Serie von 30 Fahrzeugen die 1955 unter Verwendung eines mit Schienenrädern versehenen VW-Busses von den Firmen Beilhack (Rosenheim) und WMD Donauwörth gebaut wurden.

Die Draisine Klv 20-5022 wurde am 25.7.1955 zum Preis von 14000,- DM an die DB geliefert. Der VW-Motor leistet 24 PS und beschleunigt das Fahrzeug auf 65 km/h.

Für Fahrten auf Eisenbahngleisen wurde das Lenkrad entfernt. Die alten Winker sind noch vorhanden, aber stillgelegt. Eine handbetätigte hydraulische Hebevorrichtung unter dem Fahrzeugboden ermöglicht das Wenden auf der Stelle.

Bei Youtube gibt es ein Video über dieses besondere Fahrzeug: Hessencourrier – Mit der VW-Bus Draisine unterwegs (Video: Gerhard Brümmer)

HC 5

Die Lok wurde 1952 bei Henschel in Kassel gebaut. Sie ist ein Einzelstück vom Typ B350 und wurde ursprünglich mit Kohlefeuerung betrieben. Die Maschine wurde im innerbetrieblichen Rangierverkehr eines Edelstahlwerkes in Witten eingesetzt. Sie wurde wenige Jahre später auf Ölfeuerung umstellt, da im Werk anfallendes Altöl so als günstiger Energieträger verwendet werden konnte. Gegen Ende der 1970er Jahre konnte der Verein die Lok kaufen.

Diese Lokomotive vom Typ B 350 wurde 1952 von Henschel in Kassel als Einzelstück gebaut. Sie war als Rangierlok Nr. 5 für das Edelstahlwerk in Witten bestimmt. Bei der Lokfabrik Reuschling in Hattingen wurde sie im Jahr 1963 auf Ölfeuerung umgerüstet und bekam eine kupferne Feuerbüchse. In den letzten Betriebsjahren wurde sie nur noch zum Verfeuern von Altöl benutzt, bis sie im Jahr 1976 abgestellt wurde. Ende 1977 konnte der HESSENCOURRIER die Lokomotive vom Edelstahlwerk kaufen, um anschließend eine Hauptuntersuchung durchzuführen. Im Jahr 1979 wurden erstmals Dampfzugfahrten mit einer eigenen Dampflokomotive durchgeführt. Bis zur Inbetriebnahme unserer Lok HC 206 bewältigte die Lokomotive HC 5 sämtliche Dampfzugfahrten des Museumszug HESSENCOURRIER. Ihre kompakte Bauart erlaubt auch einen Transport auf der Straße. So kam sie bereits weit entfernt von ihrer Heimat, auf Bahnstrecken in Bayern, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zum Einsatz.